Der TuS – gibt die Aufgabe des Vereinsheim Hohenrieth bekannt


Aufgabe Vereinsheim

Zum 31.12.2020 ist der Sportplatz Hohenrieth offiziell an die Gemeinde und damit an die Firma Rheinmetall zurück gegeben worden. Wir haben, auf Grund der Corona -situation, noch drei weitere Monate zur Räumung des Vereinsheimes bekommen, aber das Vereinsheim mit dem Hohenrieth ist jetzt Geschichte.

Die Rückgabe des Platzes zog sich mit Diskussionen und Beschlüssen im erweiterten Vorstand die letzten zwei Jahre durch. Ausschlaggebend war die immer geringer werdende Nutzung der Sportanlage. Der TuS hat immer weniger Fußball-Mannschaften, der FC Unterlüß hat seine Fußballsparte aufgelöst. Damit wurde für die Fußballer des TuS am Hochwald wieder Platz frei. Gleichzeitig blieben die Problemstellungen Unterhaltskosten und Pflege für zwei Sportanlagen. Mit immer weniger Mitgliedern und einer geringeren Beteiligung oder Einsatzbereitschaft der Mitglieder war der Luxus eines Unterhaltes von zwei Sportanlagen (oder sogar drei mit dem Dorfplatz) einfach nicht mehr zu gewährleisten. Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich stark verändert. Früher gab es nur „den“ Verein oder die Feuerwehr, heute ist das Freizeitverhalten viel individueller. Ich selber bin noch in der Generation „Verein“ aufgewachsen, habe aber auch die Interessenverschiebung der nachfolgenden Generationen zur Kenntnis genommen.

Mit dem Rückgang der Fußballbeteiligten (Spieler, Zuschauer) war der Betrieb des Sportheimes alleine nicht wirtschaftlich tragbar. Gleichzeitig hätte noch einiges in die Renovierung (zum wiederholtem Male) hineingesteckt werden müssen. Aus dem Duschenbereich war der Schimmel nicht heraus zu bekommen. Zum Schluß hat das Ordnungsamt noch hohe Auflagen für den Vertrieb von Speisen und Getränken gemacht.

Der Hohenrieth war eine wunderschöne Fußballarena. Im Sportheim habe ich einige Currywürste und noch viel mehr Bier vertilgt. Mir persönlich hat es sehr weh getan, die Aufgabe der Anlage neudeutsch zu finalisieren. Immer auch in Gedanken bei den Leuten, die viel Arbeit und Aufwand in die Errichtung des Vereinsheimes und in die jahrzehntelange Pflege der Sportanlage investiert haben. Letztendlich ist die Pflege und der Unterhalt von zwei Sportanlagen durch den Verein und seine Mitglieder nicht zu stemmen.

Thomas Heitmann